Was kostet ein Unternehmensverkauf? Kosten im Überblick
Kosten beim Unternehmensverkauf verständlich erklärt: Beratung, Notar und Steuern sowie die Kostenübernahme beim GmbH-Direktankauf durch Nachfolgehaus.
Was ein Unternehmensverkauf kostet, hängt vom Verkaufsweg, dem Umfang der Prüfung und den vereinbarten Leistungen ab. Ein aufwendiger Verkauf eines laufenden Betriebs mit mehreren Bietern verursacht andere Aufwände als der Direktankauf einer bestehenden GmbH. Eine pauschale Prozentzahl vom Kaufpreis ist deshalb keine verlässliche Grundlage für jede Gesellschaft.
Trennen Sie bei Ihrer Planung drei Fragen: Welche Leistungen werden tatsächlich benötigt? Wer bezahlt sie? Welche Steuern, Verpflichtungen oder offenen Arbeiten sind zusätzlich zu berücksichtigen? So können Sie Angebote vergleichen, ohne den Kaufpreis mit dem später verfügbaren Erlös gleichzusetzen.
Was kostet der GmbH-Verkauf über Nachfolgehaus?
Beim Direktankauf durch Nachfolgehaus sind die Erstprüfung und das Kaufpreisangebot für Sie kostenlos und unverbindlich. Eine Maklerprovision fällt nicht an, weil Nachfolgehaus selbst als Käufer auftritt. Kommt ein Direktankauf zustande, übernimmt Nachfolgehaus die vereinbarten Abwicklungskosten.
| Position | Beim Direktankauf durch Nachfolgehaus | Was vorab zu klären ist |
|---|---|---|
| Erstprüfung und Kaufpreisangebot | Kostenlos und unverbindlich | Ob Ihre Gesellschaft zum Ankaufsprofil passt |
| Maklerprovision | Keine Maklerprovision | Nachfolgehaus kauft direkt an |
| Notar, Handelsregister und Übertragung | Nachfolgehaus übernimmt die vereinbarten Abwicklungskosten | Umfang und Kostenübernahme schriftlich festhalten |
| Eigene Steuer- oder Rechtsberatung | Gesondert betrachten | Beauftragung, Honorar und Kostenträger |
| Offene Abschlüsse und Buchhaltung | Gesondert vereinbaren | Welche Arbeiten fehlen und wer sie erledigt und bezahlt |
| Persönliche Steuern und bestehende Verpflichtungen | Individuell prüfen | Veräußerungsgewinn, Verbindlichkeiten und persönliche Sicherheiten |
Die Kostenübernahme für die Abwicklung bedeutet nicht, dass persönliche Steuern oder bereits bestehende Verpflichtungen entfallen. Welche Bedingungen für Ihre Gesellschaft gelten, halten wir vor Vertragsschluss ausdrücklich und schriftlich fest. Einzelheiten finden Sie unter GmbH-Ankauf: Prüfung und Kostenverteilung.
Sie möchten zunächst wissen, ob dieser Weg für Ihre GmbH infrage kommt? Über GmbH verkaufen können Sie eine kostenlose Ersteinschätzung anfragen. Unser Ankaufsprofil richtet sich an Gesellschaften mit mindestens vier vollständigen Jahren Historie.
Welche Kosten können bei anderen Verkaufswegen entstehen?
Vermittlung und Beratung
Bei einem beauftragten Unternehmensvermittler oder M&A-Berater kann die Vergütung aus festen Honoraren, laufenden Zahlungen und einer Erfolgsprovision bestehen. Maßgeblich ist der konkrete Vertrag. Lassen Sie sich Leistungsumfang, Mindestvergütung, Fälligkeit, Zusatzkosten und die Folgen eines Abbruchs erklären. Ein Beratungsauftrag ist eine eigene Entscheidung und nicht automatisch Voraussetzung für jeden GmbH-Verkauf.
Notar und Register
Die Abtretung von GmbH-Geschäftsanteilen und die Verpflichtung dazu bedürfen nach § 15 GmbHG der notariellen Form. Notargebühren sind gesetzlich geregelt und richten sich nach dem Geschäft und dem maßgeblichen Geschäftswert. Die Bundesnotarkammer erläutert die Grundlagen der Notarkosten. Für die konkrete Gestaltung sollten Sie eine Kostenberechnung des Notariats einholen.
Klären Sie außerdem, wer welche Kosten tragen soll und ob weitere Schritte wie Registeranmeldungen oder gesonderte Änderungen erforderlich sind. Beim Direktankauf durch Nachfolgehaus gilt die zuvor schriftlich vereinbarte Kostenübernahme.
Eigene Berater und Unterlagen
Eine eigene rechtliche oder steuerliche Beratung kann helfen, die Folgen des Verkaufs für Sie einzuordnen. Hinzu kommen gegebenenfalls Arbeiten an Buchhaltung, Jahresabschlüssen oder Steuererklärungen. Welche Unterlagen benötigt werden und welche Leistungen sinnvoll sind, hängt vom Einzelfall ab. Ein externes Bewertungsgutachten oder ein kostenpflichtiger Datenraum ist nicht automatisch für jede Gesellschaft nötig.
Steuern und offene Verpflichtungen getrennt betrachten
Die Besteuerung eines Verkaufs hängt unter anderem davon ab, wer verkauft, was übertragen wird und wie die Beteiligung gehalten wird. Ein pauschaler Steuersatz passt deshalb nicht für alle GmbH-Verkäufer. Lassen Sie die persönliche steuerliche Auswirkung anhand der konkreten Unterlagen prüfen, bevor Sie mit einem bestimmten Nettoerlös planen.
Auch Gesellschaftsverbindlichkeiten, Gesellschafterdarlehen und persönliche Sicherheiten gehören auf die Klärungsliste. Sie sind von den eigentlichen Verkaufsgebühren zu unterscheiden. Aus dem Verkauf allein lässt sich weder ableiten, dass jede Verpflichtung entfällt, noch dass der Käufer jede offene Position übernimmt.
So vergleichen Sie Angebote sinnvoll
- Kaufpreis und Voraussetzungen festhalten: Ist der genannte Betrag verbindlich oder steht er noch unter Prüfungsvorbehalt?
- Alle Vergütungen erfassen: Welche festen Honorare, Provisionen und Zusatzleistungen sind vereinbart?
- Kostenträger zuordnen: Wer übernimmt Notar, Register, eigene Berater und noch offene Arbeiten?
- Zahlungsbedingungen prüfen: Wann wird der Kaufpreis fällig und gibt es zurückbehaltene Beträge oder weitere Bedingungen?
- Steuern und Verpflichtungen einordnen: Welche persönlichen Auswirkungen sind vor einer Entscheidung zu klären?
- Ergebnis schriftlich bestätigen: Halten Sie Umfang, Zuständigkeiten und Bedingungen vor Vertragsschluss fest.
Ein Angebot lässt sich erst beurteilen, wenn Preis, Bedingungen und Kostenverteilung zusammen betrachtet werden. Achten Sie deshalb auf nachvollziehbare Vereinbarungen und vollständige Unterlagen. Wie Sie passende Interessenten auswählen, erläutert unser Ratgeber Käufer für ein Unternehmen finden.
Welche Unterlagen helfen bei der Ersteinschätzung?
Für die Prüfung durch Nachfolgehaus benötigen wir den Jahresabschluss 2024 und, sofern bereits vorhanden, 2025. Liegt 2025 noch nicht vor, reichen Sie stattdessen die Abschlüsse 2023 und 2024 ein. Dazu kommt die zuletzt erstellte BWA. Erläutern Sie außerdem offene Abschlüsse, laufende Verpflichtungen und andere Punkte, die den Verkauf beeinflussen.
Nach Prüfung der Unterlagen vereinbaren wir einen kurzen Telefontermin. Sie können mit der kostenlosen Ersteinschätzung beginnen oder Ihre ausführliche Anfrage über den Ankaufscheck stellen.
Häufige Fragen
Gibt es einen festen Prozentsatz für die Kosten eines Unternehmensverkaufs?+
Nein. Die Kosten hängen vom Verkaufsweg, den beauftragten Leistungen und der konkreten Gestaltung ab. Vergleichen Sie die tatsächlichen Honorare und die schriftlich vereinbarte Kostenverteilung, statt pauschal einen Prozentsatz des Kaufpreises anzusetzen.
Was kostet die Anfrage bei Nachfolgehaus?+
Die Erstprüfung und das Kaufpreisangebot beim Direktankauf sind kostenlos und unverbindlich. Eine Maklerprovision fällt nicht an. Ein verbindliches Angebot setzt die individuelle Prüfung der Gesellschaft voraus.
Wer trägt beim Direktankauf die Notarkosten?+
Nachfolgehaus übernimmt beim Direktankauf die vereinbarten Abwicklungskosten einschließlich der Notarkosten der Anteilsübertragung sowie der Handelsregister- und Übertragungskosten. Umfang und Bedingungen werden vor Vertragsschluss schriftlich festgehalten.
Sind meine Steuern und eigenen Berater ebenfalls abgedeckt?+
Persönliche Steuern, eigene Steuer- oder Rechtsberater und noch offene Abschlüsse oder Buchhaltungsarbeiten werden gesondert betrachtet. Diese Positionen sollten vor Vertragsschluss ausdrücklich geklärt werden.