Vermittlerportal vs. offene Unternehmensbörse: Der direkte Vergleich
Reichweite, Prüfung, Diskretion – wann welches Modell für welches Mandat der bessere Weg ist.
Offene Unternehmensbörsen und ein kuratiertes Vermittlerportal arbeiten grundlegend anders. Dieser Beitrag stellt beide Modelle direkt gegenüber und zeigt, für welche Mandate welcher Weg der bessere ist.
Reichweite vs. Passgenauigkeit
Offene Börsen setzen auf Reichweite: viele Sichtungen, viele Anfragen. Die Kehrseite: viele unqualifizierte Anfragen, hoher Filteraufwand, Diskretionsrisiken. Kuratierte Portale setzen auf Passgenauigkeit: weniger Sichtungen, aber substantiellere Gespräche.
Prüfung der Käuferseite
Auf offenen Börsen registrieren sich Käufer meist selbst und ohne echte Prüfung. Im Vermittlerportal durchlaufen Investoren KYC, Finanzierungsnachweis und persönliches Kennenlernen.
Diskretion
Offene Börsen zeigen viele Mandatsdetails öffentlich — teils reicht der Suchmaschinen-Cache, um ein Mandat einer konkreten Firma zuzuordnen. Kuratierte Portale arbeiten mit Blindprofilen und gestuften NDA-Zugriffen.
Wann welches Modell passt
- Offene Börse: Vorratsgesellschaften, ruhende Mäntel, Micro-Deals ohne Diskretionsbedarf
- Kuratiertes Portal: alle operativen Mandate mit Mitarbeitern, Kunden oder sensiblen Branchen
- Kombiniert: mit Sichtbarkeit 'network_first' zuerst kuratiert, danach breiter
Fazit
Wer als Vermittler seinen Mandaten die volle Bandbreite an Optionen bieten möchte, kombiniert beide Modelle bewusst — mit dem kuratierten Weg als Standard und der offenen Börse als Ergänzung für passende Fälle.
