Vertraulichkeitsstufen für Dokumente im Vermittlerportal
Sechs Stufen von public_offer bis internal_only – wie ein natürlicher Datenraum-Trichter Diskretion sichert.
Diskretion ist im M&A-Prozess kein Wunsch, sondern Pflicht. Das Vermittlerportal arbeitet deshalb mit sechs klar abgestuften Vertraulichkeitsstufen an jedem Dokument. Dieser Beitrag beschreibt die Logik und wann welche Stufe angewendet wird.
Die sechs Stufen
- public_offer — frei einsehbar für alle Investoren im Marktplatz (z. B. anonymisierter Teaser)
- verified_investor — nur für KYC-verifizierte Investoren
- after_interest — erst nach dokumentierter Interessenbekundung
- after_nda — nur nach mandatsspezifischer NDA
- after_seller_approval — nach individueller Freigabe des Verkäufers
- internal_only — ausschließlich für Nachfolgehaus und den Vermittler sichtbar
Praxis
Ein typisches Dokumentenmuster: Teaser als 'public_offer', Kurzprofil als 'verified_investor', Jahresabschlüsse als 'after_nda', Kundenlisten und Verträge als 'after_seller_approval'. So entsteht ein natürlicher Trichter, der Investoren stufenweise an die sensiblen Informationen heranführt.
Audit-Trail
Jeder Dokumentenzugriff wird mit Zeitstempel, Investor-Code und Aktion protokolliert. Vermittler und Verkäufer sehen jederzeit, wer wann welches Dokument geöffnet hat.
Fazit
Vertraulichkeitsstufen ersetzen keine gute Vertragsgestaltung — aber sie senken das operative Risiko im Alltag deutlich. Für Vermittler ist das ein handfestes Argument gegenüber diskretionsbewussten Mandanten.
