Ratgeber11. August 2026· 11 Min.

Exposé Unternehmensverkauf: Vorlage und Checkliste für Verkäufer

Ein Exposé beim Unternehmensverkauf ist das strukturierte Verkaufsdokument, das Kaufinteressenten in der Erstselektion die entscheidenden Fakten, Zahlen und Chancen Ihres Betriebs liefert…

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Redaktion · M&A und GmbH-Nachfolge
Eine Person erstellt derzeit ein ausführliches Exposé für den geplanten Unternehmensverkauf.
Eine Person erstellt derzeit ein ausführliches Exposé für den geplanten Unternehmensverkauf.

Ein Exposé beim Unternehmensverkauf ist das strukturierte Verkaufsdokument, das Kaufinteressenten in der Erstselektion die entscheidenden Fakten, Zahlen und Chancen Ihres Betriebs liefert. In der Praxis wird es auch als Information Memorandum oder Verkaufsprofil bezeichnet. Ohne ein solches Dokument signalisieren Sie dem Markt, dass der Prozess nicht professionell vorbereitet ist.

Unverzichtbare Bestandteile eines vollständigen Exposés:

  • Geschäftsmodell und Unternehmensgeschichte (Gründungsjahr, Rechtsform, Kernleistungen)
  • Finanzkennzahlen (Umsatz, EBITDA, Cashflow der letzten drei Jahre)
  • Mitarbeiter und Organisation (Anzahl, Schlüsselpersonen, Fluktuation)
  • Kunden- und Lieferantenstruktur (Konzentration, Vertragsarten, Bindungsdauer)
  • Verträge, Genehmigungen und Schutzrechte (Mietverträge, Lizenzen, Patente)
  • Chancen und Risiken (Marktposition, Abhängigkeiten, Wachstumspotenzial)
  • Zukunftsplanung (konservative Planungsrechnung für mehrere Jahre)

Ein professionelles Exposé ist heute Qualitätsnachweis: Es filtert ernsthafte Käufer heraus und zeigt, dass der Verkäufer seinen Prozess im Griff hat.

Wichtige Erkenntnisse

Ein professionelles Exposé beim Unternehmensverkauf ist heute Qualitätsnachweis und Voraussetzung für ernsthafte Käufer, nicht optionales Beiwerk.

ThemaDetails
Exposé als QualitätsnachweisEin strukturiertes Dokument filtert ernsthafte Käufer und signalisiert einen professionellen Prozess.
Teaser vor VollexposéErst anonymer Teaser, dann Vollexposé nach NDA, dann vollständiger Datenraum nach LOI.
Finanzteil mit drei JahrenGuV, Bilanz und bereinigtes EBITDA der letzten drei Jahre sind Pflicht; Sondereffekte müssen erklärt werden.
Typische VerkaufsdauerEin Unternehmensverkauf dauert typischerweise 12–24 Monate vom ersten Schritt bis zur Übergabe.
NachfolgehausKostenfreie Erstprüfung, Direktankauf oder Investorenvermittlung, notarielle Abwicklung ohne Maklergebühren für Verkäufer.

Was genau ist ein Exposé beim Unternehmensverkauf?

Das Exposé, in Transaktionskreisen häufig als Information Memorandum bezeichnet, ist ein strukturiertes Dokument, das einem qualifizierten Kaufinteressenten alle wesentlichen Informationen über ein Unternehmen liefert. Es bildet die Grundlage für Due Diligence und erste Bewertungsüberlegungen und wird meist erst nach Unterzeichnung einer Vertraulichkeitsvereinbarung übergeben.

Dabei gibt es zwei klar unterschiedliche Formate:

Teaser (anonymes Kurzprofil): Ein ein- bis zweiseitiges Dokument, das Branche, Umsatzgröße, Region und Verkaufsanlass beschreibt, ohne das Unternehmen namentlich zu nennen. Der Teaser geht an Multiplikatoren, Berater und erste Interessenten. Er öffnet die Tür, ohne Betriebsgeheimnisse preiszugeben.

Vollexposé (Information Memorandum): Das ausführliche Dokument mit mehreren Seiten, das alle relevanten Bereiche abdeckt. Es wird erst nach NDA-Unterzeichnung herausgegeben. VBU erläutert diese Unterscheidung und beschreibt den Teaser als Türöffner, das Vollexposé als Entscheidungsgrundlage.

Der typische Einsatzzeitpunkt im Verkaufsprozess: Zuerst Vorbereitung und Teaser-Erstellung, dann Versand an vorselektierte Interessenten, nach NDA-Unterzeichnung das Vollexposé, nach Letter of Intent (LOI) der vollständige Datenraum. Wer diesen Stufenplan einhält, schützt sensible Informationen und steuert gleichzeitig, wer welche Details erfährt.

Grafik: Verkaufsprozess mit gestaffelter Informationsweitergabe
Grafik: Verkaufsprozess mit gestaffelter Informationsweitergabe

Warum ein professionelles Exposé heute wichtiger ist als früher

Der Markt für Unternehmensverkäufe in Deutschland hat sich verschoben. IWW analysiert, dass das Angebot an zu übergebenden Unternehmen größer als die Nachfrage ist und Käufer dadurch selektiver vorgehen. Das bedeutet: Ein Kaufinteressent, der heute zehn Angebote auf dem Tisch hat, sortiert schnell aus. Wer kein strukturiertes Dokument vorlegt, landet im Papierkorb.

Ein gutes Exposé erhöht die Käuferqualität und verkürzt die Suche. Es signalisiert, dass der Verkäufer seinen Betrieb kennt, die Zahlen stimmen und der Prozess professionell begleitet wird. Das ist kein Luxus, sondern Voraussetzung für ernsthafte Verhandlungen.

Profi-Tipp

Nutzen Sie das Exposé bewusst als Filter. Wer nach dem Lesen keine konkreten Fragen stellt, ist kein ernsthafter Käufer. Ein strukturiertes Dokument zieht qualifizierte Interessenten an und hält Neugierige ohne Kaufabsicht fern. Das spart Ihnen Wochen.

Welche Abschnitte und Kernfragen muss ein Exposé enthalten?

Eine vollständige Checkliste für den Aufbau eines Unternehmensexposés, gegliedert nach Informationsbereichen:

Management und Geschichte: Wann wurde das Unternehmen gegründet? Wer führt es? Gibt es eine Nachfolgeregelung für das Management?

Geschäftsmodell: Womit verdient das Unternehmen Geld? Wie sieht die Marge aus? Welche Leistungen sind wiederkehrend, welche projektbasiert?

Produkte und Dienstleistungen: Was sind die Kernprodukte? Gibt es Alleinstellungsmerkmale oder Schutzrechte?

Markt und Wettbewerbsposition: In welchem Markt ist das Unternehmen tätig? Wie groß ist der Markt, wie hoch der eigene Anteil?

Kunden und Lieferanten: Wie konzentriert ist die Kundenbasis? Wie lang laufen Lieferantenverträge?

Personal und Organisation: Wie viele Mitarbeiter, welche Qualifikationen, wie hoch die Fluktuation? Wer sind die Schlüsselpersonen?

Standorte und Anlagen: Eigentum oder Miete? Zustand der Anlagen, Restlaufzeiten von Mietverträgen?

Verträge und Genehmigungen: Welche Verträge sind übertragbar? Gibt es behördliche Genehmigungen, die an den Inhaber gebunden sind?

Chancen und Risiken: Welche Wachstumspotenziale gibt es? Welche Abhängigkeiten oder Risiken müssen transparent gemacht werden?

Finanzteil: Drei Jahre Vergangenheitszahlen plus konservative Planung. BWLC empfiehlt komprimierte Tabellen mit GuV und Bilanz der letzten drei Jahre sowie eine transparente Bereinigung von Sondereffekten.

Typische KPI-Felder im Finanzteil:

KennzahlBeschreibung
Umsatz (3 Jahre)Nettoumsatz je Geschäftsjahr, Wachstumsrate
EBITDAErgebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen
Bereinigtes ErgebnisEBITDA nach Herausrechnung von Sondereffekten
KundendurchschnittDurchschnittlicher Jahresumsatz je Kunde
AuftragsbestandGesicherter Umsatz zum Stichtag

Wie staffeln Sie Informationen richtig? Teaser, NDA und Vollexposé

Kernregel: Sensible Daten kommen erst, wenn der Interessent sich rechtlich gebunden hat. Der Teaser bleibt anonym, das Vollexposé folgt nach NDA, der vollständige Datenraum erst nach LOI.

Was in einem Teaser stehen darf und was nicht:

  • Ja: Branche, Umsatzgröße als Bandbreite (zum Beispiel mehrere Millionen Euro Umsatz), Region (zum Beispiel Süddeutschland), Verkaufsanlass, grobe Mitarbeiterzahl
  • Nein: Unternehmensname, genaue Adresse, Kundennamen, exakte Finanzzahlen, Schlüsselpersonen namentlich
  • Ja: Allgemeine Stärken und Marktposition in neutraler Sprache
  • Nein: Interne Kalkulationen, Lieferantenkonditionen, laufende Verträge mit Preisdetails

Teaser sollten so anonymisiert sein, dass Multiplikatoren und Banken sie nutzen können, ohne Betriebsgeheimnisse preiszugeben. Das ist besonders wichtig, wenn Mitarbeiter oder Kunden nichts vom geplanten Verkauf wissen sollen.

Profi-Tipp

Versehen Sie jede Version des Vollexposés mit einem diskreten digitalen Wasserzeichen und vergeben Sie Zugang nur über einen passwortgeschützten Datenraum. So können Sie im Streitfall nachvollziehen, wer wann welche Version erhalten hat.

Welche Unterlagen sollten Sie vorab bereitstellen?

Vollständige, bereinigte und nachvollziehbare Zahlen beschleunigen den Prozess und verbessern Ihre Verhandlungsposition. Käufer, die auf Lücken stoßen, verlieren das Vertrauen oder senken ihr Angebot.

Datenraum-Checkliste für den Unternehmensverkauf:

DokumentenbereichKonkrete Unterlagen
JahresabschlüsseBilanz, GuV, Anhang der letzten 3 Jahre
Liquidität und PlanungCashflow-Rechnung, Budget für laufendes Jahr
VerträgeMietverträge, Lieferantenverträge, Kundenrahmenverträge
PersonalLohnlisten (anonymisiert), Organigramm, Arbeitsverträge Schlüsselpersonen
SchutzrechtePatente, Marken, Lizenzen, Softwarerechte
GenehmigungenBehördliche Erlaubnisse, Zertifizierungen (z. B. ISO)
VersicherungenÜbersicht laufender Policen, Deckungssummen
SonstigesGesellschaftervertrag, Handelsregisterauszug, wichtige Korrespondenz

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist dabei Standardbestandteil. Stellen Sie sie in kompakter Tabellenform dar, drei Jahre nebeneinander, damit Trends auf einen Blick erkennbar sind.

Zur Aufbereitung: Bereinigen Sie Sondereffekte transparent und erklären Sie sie kurz. Ein Covid-bedingter Umsatzeinbruch 2020 muss nicht versteckt werden, er muss erklärt werden. Versionskontrolle im Datenraum ist Pflicht: Käufer und ihre Berater arbeiten mit verschiedenen Dokumentenständen, und Widersprüche zwischen Versionen kosten Vertrauen.

Wer die notwendigen Unterlagen für einen GmbH-Verkauf frühzeitig zusammenstellt, spart in der Due-Diligence-Phase erheblich Zeit.

Was Käufer im Finanzteil des Exposés erwarten

Das Exposé liefert Orientierung für die Bewertungsbandbreite. Eine konkrete Kaufpreisermittlung erfordert eine vertiefte Bewertung durch einen Fachmann. Aber Käufer machen sich bereits beim Lesen des Exposés eine erste Einschätzung.

Wesentliche Kennzahlen und ihre Rolle:

  • Umsatz: Zeigt Größe und Wachstumstrend; allein aber wenig aussagekräftig ohne Marge
  • EBITDA: Standardkennzahl für operative Ertragskraft; Basis für Multiplikator-Bewertungen
  • Bereinigtes Ergebnis: EBITDA nach Herausrechnung von Inhabergehalt, Sondereffekten, einmaligen Kosten; das ist die Zahl, auf die Käufer ihre Kaufpreisvorstellung aufbauen
  • Kundenbindungskennzahlen: Wiederkehrende Umsätze, Vertragslaufzeiten, Churn-Rate; zeigen Stabilität des Geschäftsmodells
  • Kaufpreisspanne: Viele Exposés nennen eine indikative Bandbreite oder einen Mindestpreis; das filtert unpassende Interessenten heraus

Wer die Unternehmensbewertung vor dem Verkauf professionell vorbereitet, kann diese Zahlen im Exposé überzeugend darstellen.

Hinweis: Die Angaben in diesem Artikel sind allgemeine Informationen und ersetzen keine individuelle steuerliche oder betriebswirtschaftliche Beratung. Für die konkrete Kaufpreisermittlung empfehlen sich ein Steuerberater oder ein zertifizierter Unternehmensgutachter.

Welche Käufertypen gibt es in Deutschland und wie erreichen Sie sie?

Unterschiedliche Käufertypen lesen unterschiedliche Exposés. Ton, Schwerpunkte und Detailtiefe sollten zur Zielgruppe passen.

KäufertypTypische AnforderungenBevorzugte Wege
Strategischer Käufer (Branche)Synergien, Marktanteile, KundenstammDirektansprache, Berater
Finanzinvestor (Private Equity)EBITDA-Marge, Skalierbarkeit, Management-TeamM&A-Berater, Investorennetzwerke
Existenzgründer / MBIEinarbeitbarkeit, stabile Cashflows, ÜbergabebereitschaftUnternehmensbörsen, IHK
Mitbewerber / WettbewerberKomplementäre Produkte, Regionen, KapazitätenDirektansprache, Verband

Praktische Verbreitungswege für Ihr Exposé: nexxt-change ist die größte Nachfolgebörse Deutschlands und ein guter Startpunkt für die Käufersuche. IHK-Börsen erreichen regionale Interessenten. Steuerberaternetzwerke sind unterschätzt: Viele Käufer fragen zuerst ihren Steuerberater. Nachfolgehaus bietet als Plattform eine diskrete Direktvermittlung an geprüfte Investoren, ohne dass ein öffentliches Inserat nötig ist.

Für einen Finanzinvestor betonen Sie EBITDA, Skalierbarkeit und Managementtiefe. Für einen Existenzgründer steht die Einarbeitbarkeit im Vordergrund: Wie schnell kann jemand ohne Branchenerfahrung übernehmen? Passen Sie Sprache und Schwerpunkte im Exposé entsprechend an.

Muster-Exposé: Inhaltsverzeichnis und Formulierungsbeispiele

Empfohlene Länge: Teaser 1–2 Seiten, Vollexposé 20–40 Seiten für KMU.

Inhaltsverzeichnis eines Vollexposés:

  1. Zusammenfassung (Executive Summary): Zwei bis drei Absätze mit Kernfakten, Verkaufsanlass und Kaufpreisindikation. Beispiel: „Das Unternehmen ist ein etablierter Dienstleister im Bereich technischer Gebäudeausrüstung mit Sitz in Bayern, gegründet 1998, und erwirtschaftet stabile Umsätze mit einem Stammkundensegment von über 70 %.“
  2. Unternehmensgeschichte und Rechtsform: Gründungsjahr, Meilensteine, aktuelle Gesellschafterstruktur.
  3. Geschäftsmodell und Leistungsportfolio: Kernleistungen, Preismodell, Wiederkehranteile.
  4. Markt und Wettbewerb: Marktgröße, Positionierung, Alleinstellungsmerkmale.
  5. Kunden und Lieferanten: Struktur, Konzentration, Vertragsbindungen. Beispiel: „Die zehn größten Kunden stehen für ca. 45 % des Jahresumsatzes; kein Einzelkunde übersteigt 12 %.“
  6. Personal und Organisation: Organigramm, Schlüsselpersonen, Übergabeplan.
  7. Standorte, Anlagen und Infrastruktur: Eigentum oder Miete, Zustand, Investitionsbedarf.
  8. Verträge, Genehmigungen und Schutzrechte: Übersicht laufender Verträge, Übertragbarkeit.
  9. Finanzteil: GuV, Bilanz, Cashflow (3 Jahre), bereinigtes EBITDA, Planung. Beispiel: „Sondereffekte aus dem Geschäftsjahr 2022 (einmalige Restrukturierungskosten) wurden bereinigt und sind im Anhang erläutert.“
  10. Chancen und Risiken: Wachstumspotenziale, Abhängigkeiten, Marktrisiken. Beispiel: „Ein wesentliches Wachstumspotenzial liegt in der bislang nicht erschlossenen Region Norddeutschland. Das Unternehmen verfügt über die Kapazitäten für eine Expansion ohne größere Investitionen.“
  11. Kaufpreisvorstellung und Transaktionsstruktur: Indikative Bandbreite, bevorzugte Struktur (Share Deal / Asset Deal).
  12. Kontakt und nächste Schritte: Ansprechpartner, NDA-Hinweis, Zeitplan.
Profi-Tipp zur Gestaltung

Sachliches Layout schlägt Hochglanz. Klare Tabellen, einheitliche Schriftart, nummerierte Seiten. [HWK empfiehlt](https://www.hwk-cottbus.de/artikel/nachfolge-ueberzeugen-sie-mit-einem-professionellen-expose-7,0,4058.html) eine professionelle, aber nüchterne Darstellung der Zahlen. Käufer misstrauen Dokumenten, die wie Werbebroschüren aussehen.

Was kostet ein Exposé und wie lange dauert der Verkauf?

Direkte Antwort: Die Kosten variieren stark je nach Unternehmensgröße und Unterstützungsgrad. Cedivo nennt als typische Kostenpools für KMU-Unternehmensverkäufe Gesamtaufwände, die je nach Komplexität und Beratungsintensität erheblich variieren können.

Typische Kostenblöcke:

  1. Exposé-Erstellung: Eigenleistung kostenlos, mit Berater ab ca. 2.000 EUR aufwärts je nach Umfang
  2. M&A-Berater oder Makler: Erfolgshonorar oder Stundenabrechnung; bei Nachfolgehaus für Verkäufer kostenlos
  3. Steuerberatung: Steuerliche Strukturierung des Verkaufs, Bewertungsgutachten
  4. Notarkosten: Beurkundung des Anteilskaufvertrags, abhängig vom Kaufpreis
  5. Rechtsberatung: Vertragsprüfung, Gewährleistungsklauseln, Haftungsregelungen

Typische Zeitachse vom ersten Gedanken bis zur Übergabe:

  1. Vorbereitung und Exposé-Erstellung: 1–3 Monate (Dokumente sammeln, Zahlen bereinigen, Exposé schreiben)
  2. Käufersuche und Erstgespräche: 3–6 Monate
  3. Due Diligence: 1–3 Monate nach LOI
  4. Verhandlung und Vertragsgestaltung: 1–2 Monate
  5. Notarielle Abwicklung: 2–6 Wochen
  6. Übergabe und Einarbeitung: 3–12 Monate je nach Vereinbarung

Insgesamt dauert ein GmbH-Verkauf typischerweise 12–24 Monate. Kleine Betriebe mit klaren Strukturen kommen oft schneller ans Ziel, komplexe Unternehmen mit vielen Vertragsbeziehungen brauchen länger.

Häufige Fehler beim Exposé und wie Sie sie vermeiden

Die fünf häufigsten Fehler kosten Verkäufer entweder Zeit, Geld oder den Deal:

  • Unvollständige oder widersprüchliche Zahlen: Wenn GuV und Bilanz nicht übereinstimmen, bricht das Vertrauen sofort. Lassen Sie Zahlen vor Veröffentlichung von einem Steuerberater gegenlesen.
  • Fehlende Bereinigung von Sondereffekten: Käufer sehen das bereinigte EBITDA als Basis. Wer Sondereffekte nicht erklärt, riskiert, dass der Käufer sie selbst herausrechnet und dabei zu niedrig ansetzt.
  • Zu marketinglastige Sprache: Superlative und Werbesprache wirken unglaubwürdig. Fakten überzeugen, Adjektive nicht.
  • Fehlende Anonymisierung im Teaser: Wer im Teaser den Firmennamen nennt, verliert die Kontrolle über die Information. Mitarbeiter, Kunden und Wettbewerber erfahren vom Verkauf, bevor Sie bereit sind.
  • Schlechte Visualisierung von KPIs: Zahlen in Fließtext versteckt sind schwer zu erfassen. Tabellen und einfache Diagramme machen Trends sofort sichtbar.

Wer die häufigsten Fehler beim Unternehmensverkauf kennt, kann sie gezielt vermeiden.

Profi-Tipp

Bevor Sie das Exposé versenden, lassen Sie es von jemandem lesen, der Ihr Unternehmen nicht kennt. Versteht diese Person das Geschäftsmodell nach fünf Minuten? Wenn nicht, ist das Dokument zu komplex oder zu lückenhaft. Prüfen Sie außerdem, ob ein Bankberater die Unterlagen als Grundlage für eine Finanzierungsentscheidung akzeptieren würde.

Wie unterstützt Nachfolgehaus Verkäufer beim Exposé und Verkauf?

Nachfolgehaus deckt den gesamten Prozess für GmbH-Verkäufer in Deutschland ab, ohne dass Verkäufer dafür zahlen. Die Plattform prüft Ihre Gesellschaft innerhalb von 24 Stunden, anonym und kostenlos.

Konkrete Leistungen:

  • Kostenfreie Erstprüfung: Nachfolgehaus bewertet Ihre GmbH, UG oder GmbH & Co. KG diskret und gibt eine erste Einschätzung zur Verkäuflichkeit.
  • Direktankauf oder Vermittlung: Entweder kauft Nachfolgehaus die Gesellschaft selbst oder vermittelt sie an geprüfte Investoren aus dem eigenen Netzwerk.
  • Strukturierte Exposé-Vorbereitung: Das Team unterstützt bei der Aufbereitung der Unterlagen und der Erstellung bankenfähiger Verkaufsunterlagen.
  • Notarielle Abwicklung: Nachfolgehaus koordiniert die notarielle Anteilsübertragung über ein bundesweites Partnernetzwerk.
  • DSGVO-konforme Datenverwaltung: Alle Dokumente werden geschützt übermittelt und verwaltet.

Der Prozess ist für Verkäufer durchgehend kostenfrei. Keine Maklergebühren, kein Erfolgshonorar, keine versteckten Kosten. Das unterscheidet Nachfolgehaus von klassischen M&A-Beratern und Unternehmensbörsen.

Was Verkäufer jetzt konkret tun sollten

Wer einen Unternehmensverkauf plant, sollte die Vorbereitung nicht unterschätzen. Der häufigste Fehler ist, zu spät anzufangen.

Prioritätenliste für die nächsten 90–180 Tage:

  1. Dokumente sichern: Jahresabschlüsse der letzten drei Jahre, Verträge, Genehmigungen, Gesellschaftervertrag. Wer jetzt sucht, findet Lücken, die sich noch schließen lassen.
  2. Zahlen bereinigen: Inhabergehalt auf Marktlevel anpassen, Sondereffekte identifizieren und dokumentieren, bereinigtes EBITDA berechnen.
  3. Teaser erstellen: Einen anonymen Einstieg formulieren, der Branche, Größe und Verkaufsanlass beschreibt. Zwei Seiten, sachlich, ohne Werbung.
  4. Käuferprofil definieren: Wer soll das Unternehmen kaufen? Strategischer Käufer, Finanzinvestor oder Nachfolger? Die Antwort bestimmt, wo und wie das Exposé verbreitet wird.

Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Maschinenbauunternehmen mit 4,5 Mio. EUR Umsatz hat seinen Verkaufsprozess mit einem unvollständigen Exposé gestartet. Drei ernsthafte Interessenten haben nach der ersten Datenlücke abgesagt. Nach Überarbeitung des Dokuments mit bereinigten Zahlen und einem klaren Chancenkapitel hat sich der Prozess deutlich beschleunigt. Das Exposé war dasselbe Unternehmen. Die Darstellung hat den Unterschied gemacht.

Wer die Vorbereitung eines GmbH-Verkaufs strukturiert angeht, spart in jeder nachfolgenden Phase Zeit.

Nachfolgehaus: Ihr Exposé und Verkauf ohne Maklergebühren

Für GmbH-Verkäufer in Deutschland, die einen strukturierten und diskreten Prozess suchen, ist Nachfolgehaus die Alternative zum klassischen M&A-Berater. Der entscheidende Unterschied: Der gesamte Prozess ist für Verkäufer kostenlos, von der Erstprüfung bis zur notariellen Abwicklung.

Nachfolgehaus
Nachfolgehaus

Nachfolgehaus prüft Ihre Gesellschaft innerhalb von 24 Stunden, anonym und ohne Verpflichtung. Sie erhalten eine erste Einschätzung zur Verkäuflichkeit und zum Kaufpreispotenzial, bevor Sie irgendetwas unterschreiben. Danach entscheiden Sie, ob Nachfolgehaus die GmbH direkt ankauft oder an geprüfte Investoren aus dem Netzwerk vermittelt. Alle Unterlagen werden DSGVO-konform verwaltet, die notarielle Abwicklung läuft über bundesweite Partnernotare.

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Quellen

Geprüfte Quellen und Plattformen zur Vertiefung:

Dieser Artikel enthält allgemeine Informationen und ersetzt nicht die Beratung durch einen qualifizierten Finanzberater. Wenden Sie sich an eine qualifizierte Finanzfachperson zu Ihrer persönlichen Lage, bevor Sie auf Grundlage dieses Inhalts handeln.

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