Notarkosten
Die Notarkosten richten sich nach dem GNotKG und damit nach dem Geschäftswert. Bei mittleren Kaufpreisen liegen sie meist im niedrigen vierstelligen Bereich.
Handelsregister und Transparenzregister
Eintragungen ins Handelsregister, Bekanntmachungen sowie die Meldung wirtschaftlich Berechtigter im Transparenzregister sind Pflicht – die Kosten sind im Verhältnis zur Transaktion gering.
Beratung
Steuerberater, Anwalt oder M&A-Berater stellen ihren Aufwand individuell in Rechnung. Saubere Vorbereitung reduziert den Beratungsbedarf erheblich.
Wie sich Notarkosten berechnen
Die Notarkosten richten sich nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG). Grundlage ist der Geschäftswert, in der Regel der Kaufpreis oder ein höherer Wert der Anteile. Für die Beurkundung eines Kaufvertrags fällt eine 2,0-Gebühr an, dazu kommen Gebühren für den Vollzug, etwa die Einreichung der Gesellschafterliste, sowie Auslagen und Umsatzsteuer.
Weil die Gebühren gesetzlich festgelegt sind, kann der Notar sie nicht frei verhandeln. Ein Notar kann Ihnen aber vorab sagen, mit welchem Betrag ungefähr zu rechnen ist.
Weitere Positionen beim GmbH-Verkauf
Neben dem Notar können Kosten für das Handelsregister entstehen, etwa für die Eintragung eines neuen Geschäftsführers. Die Aufnahme der neuen Gesellschafterliste selbst ist vergleichsweise günstig.
Hinzu kommen je nach Verkaufsweg Kosten für Steuerberater, Rechtsanwalt oder einen M&A-Berater. Klassische Unternehmensmakler verlangen häufig eine erfolgsabhängige Provision vom Verkäufer. Bei Nachfolgehaus zahlen Verkäufer nichts, weil Kosten und Vergütung vollständig beim Käufer liegen.
Steuern sind keine Verkaufskosten, aber zu bedenken
Den größten Betrag beim Verkauf verursachen oft nicht Gebühren, sondern Steuern auf den Veräußerungsgewinn. Halten Sie die Anteile privat und sind mit mindestens einem Prozent beteiligt, gilt § 17 EStG mit dem Teileinkünfteverfahren: 60 Prozent des Gewinns sind steuerpflichtig.
Gehören die Anteile einer Holding-GmbH, sind Veräußerungsgewinne nach § 8b KStG weitgehend steuerfrei. Welche Variante bei Ihnen gilt, sollten Sie vor dem Verkauf mit Ihrem Steuerberater klären.
Wer zahlt was? Übliche Verteilung
Gesetzlich haften Käufer und Verkäufer gegenüber dem Notar gemeinsam für die Kosten. In der Praxis wird im Kaufvertrag geregelt, wer sie im Innenverhältnis trägt. Üblich ist, dass der Käufer die Notar- und Registerkosten übernimmt, während jede Seite ihre eigenen Berater bezahlt.
Halten Sie die Kostenverteilung schon in der Absichtserklärung fest. Dann gibt es am Notartermin keine Diskussion mehr.
Voraussetzungen für einen Verkauf
- ▪Klare Verteilung der Kostenpunkte im Vertrag
- ▪Vollständige Unterlagen vorab
Mögliche Risiken
- ▪Unterschätzung der Beratungskosten
- ▪Verteilungskonflikte ohne klare vertragliche Regelung
Erforderliche Unterlagen
- ▪Kostenvoranschlag des Notars
- ▪Übersicht der Beratungsleistungen
Typischer Ablauf
- 01Klärung der Kostenverteilung im LOI
- 02Notarielle Beurkundung
- 03Abrechnung nach GNotKG
Die Kostenseite ist meist innerhalb weniger Tage nach Notartermin abgewickelt.
Für Verkäufer 0 €: Kosten und Vergütung trägt der Käufer – beim Direktankauf ist das Nachfolgehaus selbst. Das gilt auch für Notar und Handelsregister.
Häufige Fehler
- ▪Kostenfragen erst am Notartermin klären
- ▪Kostenvoranschläge nicht einholen
Häufige Fragen
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Inhaltlich verantwortlich: Adrien Lucas Besson, Geschäftsführer der Olon Pictures GmbH (Betreiberin von Nachfolgehaus).