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Kosten eines GmbH-Verkaufs

Die Kosten eines GmbH-Verkaufs hängen von Komplexität, Bewertung und Beratungsbedarf ab. Dieser Beitrag erklärt die typischen Positionen und wie sich Käufer und Verkäufer die Kosten in der Praxis aufteilen.

Verfasst von Redaktion NachfolgehausVeröffentlicht: 22.3.2026Aktualisiert: 22.10.2026
Auf einen Blick
  • ▪Notarkosten richten sich nach dem Geschäftswert (GNotKG).
  • ▪Handelsregister- und Bekanntmachungskosten sind überschaubar.
  • ▪Beratungskosten variieren stark.
  • ▪Für Verkäufer 0 €: Kosten und Vergütung trägt der Käufer – beim Direktankauf ist das Nachfolgehaus selbst. Das gilt auch für Notar und Handelsregister.

Notarkosten

Die Notarkosten richten sich nach dem GNotKG und damit nach dem Geschäftswert. Bei mittleren Kaufpreisen liegen sie meist im niedrigen vierstelligen Bereich.

Handelsregister und Transparenzregister

Eintragungen ins Handelsregister, Bekanntmachungen sowie die Meldung wirtschaftlich Berechtigter im Transparenzregister sind Pflicht – die Kosten sind im Verhältnis zur Transaktion gering.

Beratung

Steuerberater, Anwalt oder M&A-Berater stellen ihren Aufwand individuell in Rechnung. Saubere Vorbereitung reduziert den Beratungsbedarf erheblich.

Wie sich Notarkosten berechnen

Die Notarkosten richten sich nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG). Grundlage ist der Geschäftswert, in der Regel der Kaufpreis oder ein höherer Wert der Anteile. Für die Beurkundung eines Kaufvertrags fällt eine 2,0-Gebühr an, dazu kommen Gebühren für den Vollzug, etwa die Einreichung der Gesellschafterliste, sowie Auslagen und Umsatzsteuer.

Weil die Gebühren gesetzlich festgelegt sind, kann der Notar sie nicht frei verhandeln. Ein Notar kann Ihnen aber vorab sagen, mit welchem Betrag ungefähr zu rechnen ist.

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Weitere Positionen beim GmbH-Verkauf

Neben dem Notar können Kosten für das Handelsregister entstehen, etwa für die Eintragung eines neuen Geschäftsführers. Die Aufnahme der neuen Gesellschafterliste selbst ist vergleichsweise günstig.

Hinzu kommen je nach Verkaufsweg Kosten für Steuerberater, Rechtsanwalt oder einen M&A-Berater. Klassische Unternehmensmakler verlangen häufig eine erfolgsabhängige Provision vom Verkäufer. Bei Nachfolgehaus zahlen Verkäufer nichts, weil Kosten und Vergütung vollständig beim Käufer liegen.

Steuern sind keine Verkaufskosten, aber zu bedenken

Den größten Betrag beim Verkauf verursachen oft nicht Gebühren, sondern Steuern auf den Veräußerungsgewinn. Halten Sie die Anteile privat und sind mit mindestens einem Prozent beteiligt, gilt § 17 EStG mit dem Teileinkünfteverfahren: 60 Prozent des Gewinns sind steuerpflichtig.

Gehören die Anteile einer Holding-GmbH, sind Veräußerungsgewinne nach § 8b KStG weitgehend steuerfrei. Welche Variante bei Ihnen gilt, sollten Sie vor dem Verkauf mit Ihrem Steuerberater klären.

Wer zahlt was? Übliche Verteilung

Gesetzlich haften Käufer und Verkäufer gegenüber dem Notar gemeinsam für die Kosten. In der Praxis wird im Kaufvertrag geregelt, wer sie im Innenverhältnis trägt. Üblich ist, dass der Käufer die Notar- und Registerkosten übernimmt, während jede Seite ihre eigenen Berater bezahlt.

Halten Sie die Kostenverteilung schon in der Absichtserklärung fest. Dann gibt es am Notartermin keine Diskussion mehr.

Voraussetzungen für einen Verkauf

  • ▪Klare Verteilung der Kostenpunkte im Vertrag
  • ▪Vollständige Unterlagen vorab

Mögliche Risiken

  • ▪Unterschätzung der Beratungskosten
  • ▪Verteilungskonflikte ohne klare vertragliche Regelung

Erforderliche Unterlagen

  • ▪Kostenvoranschlag des Notars
  • ▪Übersicht der Beratungsleistungen

Typischer Ablauf

  1. 01Klärung der Kostenverteilung im LOI
  2. 02Notarielle Beurkundung
  3. 03Abrechnung nach GNotKG
Bearbeitungsdauer

Die Kostenseite ist meist innerhalb weniger Tage nach Notartermin abgewickelt.

Kosten

Für Verkäufer 0 €: Kosten und Vergütung trägt der Käufer – beim Direktankauf ist das Nachfolgehaus selbst. Das gilt auch für Notar und Handelsregister.

Häufige Fehler

  • ▪Kostenfragen erst am Notartermin klären
  • ▪Kostenvoranschläge nicht einholen

Häufige Fragen

Für Verkäufer 0 €: Kosten und Vergütung trägt der Käufer – beim Direktankauf ist das Nachfolgehaus selbst. Das gilt auch für Notar und Handelsregister.

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Inhaltlich verantwortlich: Adrien Lucas Besson, Geschäftsführer der Olon Pictures GmbH (Betreiberin von Nachfolgehaus).