Pflicht-Dokumente
Aktueller Handelsregisterauszug, Gesellschaftsvertrag, Gesellschafterliste, Jahresabschlüsse der letzten zwei Geschäftsjahre, aktuelle BWA und Summen- und Saldenliste bilden das Mindestpaket.
Ergänzende Dokumente
Wesentliche Verträge (Miete, Bank, Leasing, Versicherungen), Übersicht der Verbindlichkeiten und Sicherheiten, Steuerbescheide und ggf. Verlustvortragsbescheide.
Identifikation und Compliance
Kopien der Personalausweise oder Reisepässe aller Gesellschafter, Meldungen im Transparenzregister, Geldwäsche-Compliance-Unterlagen.
Gesellschaftsrechtliche Unterlagen
Diese Dokumente belegen, wem die GmbH gehört und wie sie aufgestellt ist: aktueller Handelsregisterauszug, Gesellschaftsvertrag in der geltenden Fassung, aktuelle Gesellschafterliste, Gesellschafterbeschlüsse der letzten Jahre und der Nachweis über die Einzahlung des Stammkapitals.
Fehlt der Nachweis der Stammeinlage, wird jeder Käufer nachfragen. Denn nach § 16 Abs. 2 GmbHG haftet der Erwerber neben dem Verkäufer für rückständige Einlagen.
Finanzielle und steuerliche Unterlagen
Käufer erwarten die Jahresabschlüsse der letzten drei Geschäftsjahre, eine aktuelle betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) mit Summen- und Saldenliste, die Steuerbescheide der letzten Jahre sowie eine Übersicht offener Steuererklärungen.
Hilfreich sind außerdem Kontoauszüge der Geschäftskonten, eine Übersicht über Darlehen und Bürgschaften sowie, wenn vorhanden, eine aktuelle Auskunft von Creditreform. Bei Gesellschaften mit Bonität ist diese Auskunft oft das wichtigste Dokument überhaupt.
Verträge und laufende Verpflichtungen
Dazu gehören Miet- und Leasingverträge, wichtige Kunden- und Lieferantenverträge, Arbeitsverträge, Versicherungen sowie Verträge mit Gesellschaftern oder Geschäftsführern. Achten Sie auf Klauseln, die bei einem Gesellschafterwechsel ein Kündigungsrecht auslösen.
Bei einer GmbH ohne Geschäftsbetrieb ist diese Liste kurz. Umso wichtiger ist dann die Bestätigung, dass keine Verträge, Verbindlichkeiten oder Verfahren mehr offen sind.
Wann Sie welche Unterlagen herausgeben
Geben Sie nicht alles auf einmal heraus. Für eine erste Einschätzung reichen Handelsregisterauszug, letzter Jahresabschluss und eine kurze Beschreibung. Nach der Geheimhaltungsvereinbarung folgen Kennzahlen und Exposé, nach der Absichtserklärung der vollständige Datenraum.
Bei Nachfolgehaus reichen für den kostenlosen Ankaufscheck die Basisunterlagen. Was darüber hinaus gebraucht wird, sagen wir Ihnen konkret, statt eine pauschale Liste zu verschicken.
Voraussetzungen für einen Verkauf
- ▪Vollständigkeit und Aktualität
- ▪Klare Strukturierung im Datenraum
- ▪Eindeutige Ansprechpartner
Mögliche Risiken
- ▪Verzögerungen durch fehlende Unterlagen
- ▪Vertragsrisiken aus übersehenen Klauseln
Erforderliche Unterlagen
- ▪Handelsregisterauszug, Gesellschaftsvertrag, Gesellschafterliste
- ▪Jahresabschlüsse der letzten zwei Jahre
- ▪Aktuelle BWA und SuSa
- ▪Verbindlichkeitenspiegel
- ▪Wesentliche Verträge
- ▪Steuerbescheide
- ▪Ausweiskopien aller Gesellschafter
Typischer Ablauf
- 01Sammlung der Dokumente
- 02Sichtung und Plausibilisierung
- 03Bereitstellung im verschlüsselten Datenraum
- 04Beantwortung von Käuferrückfragen
Erfahrungsgemäß zwei bis vier Wochen für vollständige Aufbereitung.
Kosten entstehen vor allem für Steuerberatung. Bei eigenem Ankauf erhalten Sie eine konkrete Checkliste.
Häufige Fehler
- ▪Unterlagen unvollständig oder veraltet einreichen
- ▪Verträge nicht prüfen lassen
- ▪Bankkonten oder Verträge vor der Verkaufsprüfung kündigen
Häufige Fragen
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Inhaltlich verantwortlich: Adrien Lucas Besson, Geschäftsführer der Olon Pictures GmbH (Betreiberin von Nachfolgehaus).