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GmbH-Klartext · Folge 46

GmbH mit Schulden verkaufen – geht das? Insolvenz & Firmenbestattung

1:22 Min. · veröffentlicht am

Worum es in dieser Folge geht

Ihre GmbH hat noch Schulden – können Sie sie trotzdem verkaufen? In Folge 46 von GmbH-Klartext erklären wir, was erlaubt ist, wo die Grenze liegt und wie der saubere Weg aussieht.

Das klärt die Folge:

  • Grundsätzlich ja: Die Schulden bleiben in der GmbH und gehen mit ihr auf den Käufer über. Er muss sie kennen, sie wirken sich auf den Kaufpreis aus.
  • Kann die GmbH nicht mehr zahlen, muss die Geschäftsführung spätestens nach drei Wochen Insolvenz beantragen, bei Überschuldung nach sechs Wochen (§ 15a InsO). Ein Verkauf ändert daran nichts.
  • Beispiel: 20.000 € offene Rechnungen, 30.000 € auf dem Konto – die GmbH kann zahlen; alle offenen Posten gehören vollständig in den Vertrag.
  • Firmenbestattung: Wer eine insolvenzreife GmbH abschiebt, um Gläubiger zu umgehen, kann sich strafbar machen – und die Haftung für die eigene Zeit als Geschäftsführer bleibt.
  • Der saubere Weg: Zahlen früh vom Steuerberater prüfen lassen, Schulden begleichen oder mit Gläubigern einigen, dann verkaufen oder geordnet liquidieren.

Keine Rechts- oder Steuerberatung.

Das Gespräch zum Nachlesen

Leon Stern (Unternehmer): Meine GmbH hat noch Schulden. Kann ich sie trotzdem verkaufen?

Nichalia Schwartz (Beraterin): Grundsätzlich ja. Die Schulden bleiben in der GmbH und gehen mit ihr auf den Käufer über. Der Käufer muss sie aber kennen, und sie werden beim Kaufpreis berücksichtigt.

Leon Stern (Unternehmer): Und wenn die GmbH ihre Rechnungen gar nicht mehr zahlen kann?

Nichalia Schwartz (Beraterin): Dann wird es ernst. Bei Zahlungsunfähigkeit muss die Geschäftsführung spätestens nach drei Wochen Insolvenz beantragen, bei Überschuldung nach sechs Wochen. Ein Verkauf ändert an dieser Pflicht nichts.

Leon Stern (Unternehmer): Ein Beispiel: 20.000 Euro offene Rechnungen, aber noch 30.000 Euro auf dem Konto.

Nichalia Schwartz (Beraterin): Dann kann die GmbH ihre Rechnungen bezahlen. Der Käufer übernimmt sie mit Guthaben und Schulden. Alle offenen Posten gehören vollständig in den Vertrag.

Leon Stern (Unternehmer): Ich habe gehört, man kann eine Pleite-GmbH einfach an jemanden abgeben.

Nichalia Schwartz (Beraterin): Davor warne ich. Das nennt man Firmenbestattung. Wer eine insolvenzreife GmbH abschiebt, um Gläubiger zu umgehen, kann sich strafbar machen. Und die Haftung für die Zeit als Geschäftsführer bleibt.

Leon Stern (Unternehmer): Was ist der saubere Weg?

Nichalia Schwartz (Beraterin): Lassen Sie die Zahlen früh von Ihrem Steuerberater prüfen. Begleichen Sie offene Schulden oder suchen Sie mit den Gläubigern eine Einigung. Dann verkaufen oder liquidieren. Den kostenlosen Ankaufscheck finden Sie auf nachfolgehaus.de.

Allgemeine Information, keine Rechts- oder Steuerberatung.

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